Standesamtliche Hochzeit mit Einschränkungen (Corona)


Olivia und Erik habe ich 2018 bei einem Paar Shooting kennengelernt. 

Im Herbst 2019 kam die frohe Botschaft "Wir heiraten". Ich habe mich mega gefreut, dass die beiden noch zusammen sind und jetzt heiraten. Und umso mehr natürlich, dass die beiden an mich als Fotografin gedacht haben.


Die beiden haben sich durch eine Arbeitskollegin von Olivia Kennengelernt. Nach Absprache hatte diese Erik die Nummer von Olivia gegeben. Doch dann passierte erstmal nichts. Erik hat sich einfach nicht gemeldet. Als sich Olivia schon damit abgefunden hatte, kam dann doch noch eine Nachricht und die beiden verabredeten sich.

Ganz nach dem Motto "was lange währt wird endlich gut"!

Die beiden verstanden sich von Anfang an super und wurden schnell ein Paar.


Und dann kam Corona. Nichts war mehr wie vorher!

Lockdown in Deutschland. Alle Geschäfte zu, keine Hochzeitsfeiern mehr erlaubt.

Ein Alptraum mit dem niemand gerechnet hätte. Wirklich niemand.

Mal ehrlich - Wenn man eine Hochzeit plant, ist das letzte an was man denkt "eine mögliche Pandemie" oder?

Weder ich, noch Olivia wussten was passieren wird und vor allem ob ich als Fotografin überhaupt dabei sein kann.


Denn im April 2020 durften nur das Brautpaar inklusive Trauzeugen ins Standesamt. Ein Fotograf war nicht erlaubt.

Ich kann mich noch so gut erinnern, als ich Beiträge gelesen habe, wo diskutiert wurde wie man dieses Problem lösen kann - Fotografen wurden zu Trauzeugen benannt, damit Fotos gemacht werden konnten.

Ziemlich verrückt oder?

>> Und dieses Jahr das gleiche! Als im Hochsommer noch alle glaubten, dass Corona bald Geschichte ist und ab 2021 wieder normal geheiratet werden kann...

Auch 2021 traf es wieder viele Brautpaare <<


Olivia und Ich waren in ständigem Kontakt. Ob ich als Fotografin überhaupt mit ins Standesamt darf? Ob eine kleine Feier überhaupt noch möglich ist, wie viele Stunden ich da wäre und was überhaupt fotografiert werden könnte. Wir haben uns alle möglichen Szenarien vorgestellt.

Die beiden haben zu diesem Zeitpunkt schon beschlossen, im engsten Kreis, bei Olivia‘s Mutter im Garten zu feiern.


Ich meinte nur:

"kein Stress, wir machen es so, wie es uns möglich ist. Ich passe mich der Situation an und wenn ich nur 2h da bin, dann ist das auch ok."

Ich hatte vollstes Verständnis und mich auf jegliche Szenarien eingestellt.

Da ich selber schon geheiratet habe, weiß ich wie viel einem im Kopf rum schwirrt und wie schnell man sich verrückt machen lässt. Da ist es umso schöner wenn man sich auf seine Dienstleister verlassen kann.


Ca. 2 Wochen vor der Hochzeit wurde dann noch gelockert. Was für eine Erleichterung!

Es durften 10 Personen mit ins Standesamt und der Rest stand draußen. Ziemlich cool, denn der Raum im Gebäude hatte eine Glasfront und die Türe stand offen, sodass die Gäste draußen mithören und durch die Glasfront auch alles sehen konnten. 


Und was soll ich sagen, die standesamtliche Hochzeit von Olivia und Erik war richtig schön. So emotional und voller Liebe. Es gab kaum Momente wo nicht einer von beiden Tränen in den Augen hatte.

Freunde und Familie hatten sich so viel Mühe gegeben und kleine Aktionen vorbereitet.

Es gab Musik, Getränke und Finger Food, Luftballons, Seifenblasen, ein ausgerolltes Tuch am Eingang vom Standesamt und seeeehr viele Freudentränen.



Also liebe Brautpaare, man weiß nie wie sich die Lage entwickelt und eine Garantie, dass nächstes Jahr alles besser wird gibt es leider nicht.

Auch eine kleine Feier im engsten kreis hat ihren Reiz und bietet unvergessliche Momente!